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Hoi Cyrill É das ist eine gute Gelegenheit, dir zu danken für dein Engagement gegen die Angriffe der Krankenkasse. Ich gehöre auch zu denen, die im Anschluss an einen Drohbrief Besuch von den Herren Kassenfunktionären in der Praxis erhielt. Das Gespräch kam einer Inquisition gleich. Zuerst wusste ich nicht, dass dieses Vorgehen System hat und viele andere gleich betroffen sind. Deine diversen Artikel und deine Website wirkten dann aufklärend und subjektiv entlastend. Ich hoffe, für dich nimmt das ganze Übel noch eine gute Wende. É Lieber Cyrill Gruss Reto 07.03.04 Herrn R. Amstutz, Fürsprecher/Rechtskonsulent, Santésuisse Bern, Könizstrasse 60, Sehr geehrter Herr Amstutz ... Ergänzend möchte ich hier noch anfügen, dass ich über eine psychosomatische Zusatzausbildung verfüge und einen hohe Anteil Patienten mit psychosozialen/psychosomatischen Problemen betreue. ... Es war mir in den letzten Wochen wegen enormer Arbeitsbelastung (Wochenarbeitszeiten 60 80 Stunden mit Nacht und Wochenendeinsätzen) nicht möglich, Herrn Daubitz zu kontaktieren und den Versand zu koordinieren. Es wäre übrigens sehr interressant, Ihre Arbeitszeiten und Ihr Einkommen mit denjenigen eines durchschnittlichen Grundversorgers zu vergleichen und die Resultate unter Berücksichtigung üblicher Kriterien (Stress, Verantwortung, unternehmerisches Risiko, Ausbildung etc) in der Oeffentlichkeit zu diskutieren. Es würde mich auch interessieren, ob Sie Sich der potentiell verheerenden patientenselektionierenden Wirkung Ihrer Arbeit bewusst sind. Oder erwarten Sie wirklich, dass wir Aerzte dies korrigieren können. Dann verweise ich Sie auf www.kranke-krankenkassen.ch und bitte Sie und Ihre Kollegen der santésuisse auch ãder grossen Verantwortung, die Sie für das Gesundheitswesen tragen" bewusst zu sein. Mit freundlichen Grüssen Reto Nagel Kopie: Dr. med. C. Jeger, Olten Sehr geehrter Herr Jeger, Sehr geehrter Herr Kollege, mit freundlichen, kollegialen Grüssen Ihr Ernst Lobsiger, Gümligen Sehr geehrter Herr Kollege mit freundlichen Grüssen Dr. med. Markus Schmon, Kesswil Lieber Cyrill Lieber Herr Jeger norm(ale) reime normal reimt auf legal legal auf formal normal reimt auf brutal denn normal einer kommt und einer aus: zu sprengen die rahmen mit lieben Grüssen Catrine Zwei Fälle Fall 1 (Alkoholabhängig) Fall 2 (Alkoholabhängig mit Diabetes) Anhand dieser zwei Beispiele möchte ich aufzeigen, dass oft nicht nur Kosten aufgelistet werden dürfen. Wenn ein Arzt sich eingehend mit dem Patienten unterhalten kann und sich nicht nach 10 Minuten schon wieder verabschiedet, ist das machnmal Gold wert und nicht ausser Betracht zu lassen. Ich wäre sehr glücklich, wenn es mehr solche Ärzte gäbe, denn das Vertrauen für ein gutes Gespräch entsteht oft erst nach einem längeren Gespräch, das allzuoft abgebrochen wird, weil die Abrechnungszeit drängt. Sehr geehrter Herr Kollege Jeger, Ich selber wurde von den Kassen 5 x angeklagt und meine unerfreulichen Erlebnisse damit sind seit Jahren im Internet zu finden mit detaillierten Beschreibung der Umstände. Insbesondere von Interesse ist die "haarsträubende" Beurteilung seitens der Richter in Bellinzona und genauso unglaublich diejenige vom Bundesrichter - ich kann nur eines sagen, wenn wir solchen Personen ausgeliefert sind, dann bestehen für uns keine Chancen !!! Mein Fall 1993 habe ich bis vor das Bundesgericht durchgezogen mit dem Ergebnis: die Rechtsschutzversicherung Orion hat mich rausgeschmissen UND das Urteil war vernichtend gegen mich mit meiner Meinung nach unhaltbaren Begründungen UND anstatt Fr. 6'000.- zurück zu zahlen, kostete der Fall am Schluss um die Fr. 32'000.- (Fr. 20'000.- Anwaltkosten, Rückerstattung an die Krankenkassen mit Zinsen und weitere Gerichts- und Bundeskosten - einfach herrlich !!!) Folgerung: es hat wenigstens eine spannende Internetseite gegeben, aber sonst nur Verlust !! Meine Fälle: 1994 - 1995 - 1997 - 1999 habe ich ohne Hilfe von Anwälten vor dem Schiedsgericht selber gelöst und da hat man wenigstens meine Begründungen ein bisschen verstanden und die Fehlbeurteilung vom Bundesgericht eingesehen (?) und mir einen Rabatt von 30 % gewährt und die Sache war erledigt ! Diese Vorgehen würde ich auch den meisten Kollegen anraten. Schlussfolgerung: mein höchstes Ziel ist und bleibt das Wohl des Patienten und nicht das Wohl der Krankenkasse (denen ist es noch wohl genug !!!) und da ich trotzdem nicht gratis arbeiten will (wegen ungerechten Rückforderungen seitens der Kassen) habe ich gezwungener Masse meinen Arbeitsstil ändern müssen -- anstatt das Meiste selber zu erledigen und mein Potential voll auszuschöpfen (Orthopädie mit über 5'000 Operationen) musste ich mich minimalisieren (z.B. Reduktion meiner Erreichbarkeit, denn Hausbesuche verteuern die Rechnungen und es gibt ja schliesslich einen Notfalldienst !) und immer mehr delegieren an die Kollegen der Gegend -- so resultieren einige Rechnungen mehr und die Kassen sind vollauf zufrieden -- man kann nur hoffen, es werde sich niemand fragen, welche Version mehr kosten mag ..... man könnte auch sagen, den Patienten vierteilen ?? und die Welt für die Kassen ist in Ordnung. Detaillierte Beschreibung meiner Fälle sind zu finden unter: www.buru.ch <http://www.buru.ch> oder Liebe Grüsse Dr. D. Bühler, Lugano Lieber Cyrill, Ich wünsche Dir, und letztlich uns allen, viel Erfolg. Michel Romanens Lieber Cyrill Mit herzlichen Grüssen Wolfgang Lauterburg, Bern N.B. In der Beilage ein Brief meinerseits an die Santésuisse zu deiner privaten Verwendung; eventuell kannst du einige Argumente gebrauchen. Eine Antwort habe ich bis heute nicht erhalten. Dr. med. Wolfgang Lauterburg Santésuisse Bern zH von Herrn R. Amstutz, Fürsprecher 15.5.2003 Sehr geehrter Herr Amstutz Mit Brief vom 18. Dezember 2002 fordern Sie mich auf, Stellung zu nehmen zur Rechnungsstellerstatistik 2000 und 2001. Ich will Ihnen keine Rechtfertigung meines von Santésuisse errechneten Index von 137 bieten. Jedoch möchte ich Ihnen einige Angaben zu meiner Praxis liefern, aus denen Sie sich vielleicht Erklärungen für den nach Ihren Angaben überdurchschnittlichen Index ableiten können. Vorerst: Ihre Vergleiche berücksichtigen keinen qualitativen analytischen, sondern höchstens einen nivellierenden Aspekt der ärztlichen Arbeit, nach dem Motto: alle Allgemeinpraktiker behandeln ein gleichmässiges statistisches PatientInnenkollektiv. Zudem fehlt mir die Möglichkeit zur detaillierten Stellungnahme, da Sie ihre Berechnungsgrundlagen sehr rudimentär angeben. PatientInnenkollektive von verschiedenen Praxen unterscheiden sich stark bezüglich zB Alter, Geschlecht, Morbidität und sozialer Zusammensetzung. Ich behandle zum Beispiel sehr viele Menschen mit psychosozialen Problemen, die grossenteils von Sozialdiensten oder Renten abhängig sind und an vielen und mannigfachen Krankheiten leiden: zB psychiatrische ãrandständige" PatientInnen, Drogenabhängige und andere Suchtkranke, Obdachlose, die erfahrungsgemäss mehr Aufwand und Betreuung v.a. auch in zeitlicher Hinsicht benötigen. Falls sich solche Personen gut betreut fühlen, werden sie, was eben passiert ist, meine Adresse weitergeben, was zu einem zahlenmässig überproportionalen Anteil solcher PatientInnen in meiner Praxis geführt hat (dies gilt auch für die weiteren unten erwähnten PatientInnengruppen). Ich habe den Fähigkeitsausweis für psychosomatische und psychosoziale Medizin (APPM) erworben durch jahrelange Weiterbildung seit 1988. Ferner behandle ich viele PatientInnen mit zT chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparats (an meinem früheren Praxisstandort, Gruppenpraxis Mühlematt, Mühlemattstr. 68, 3007 Bern, wurde diese Spezialisierung durch unsere Berechtigung der Rechnungsstellung für die angestellten PhysiotherapeutInnen akzeptiert, vgl. Anhang zum bisherigen Berner Krankenkassentarif). Zudem bin ich Grundversorger auch in pädiatrischem und gynäkologischem Bereich für viele Familien. Ich weise selber nach meiner Einschätzung eher selten PatientInnen weiter zur Abklärung und Therapie zu Spezialisten und in Spitäler, sondern behandle sie selber. Die effektiven von mir verursachten Kosten sind deshalb gar nicht erfasst. Noch einige Anmerkungen zum Sinn Ihrer Statistik und Ihrer Forderungen der Rechtfertigung: Wichtig für eine statistische Beurteilung sind einerseits die ãReferenzgruppen" und andererseits die ãWerte", die beurteilt werden. Die von Ihnen erstellte Statistik sagt überhaupt nichts aus über den Wert ãQualität" der geleisteten Arbeit in der Arztpraxis, was Ihnen wohl klar ist. (Satirisch: Wenn ich zB zusätzlich zu meinen PatientInnen noch zusätzlich 100 Patientinnen jährlich suche und in einer einmaligen, hundslausigen Konsultation behandle, würde sich meine Kostenstatistik massiv verbessern.) Nur aus statistischen Kostengründen werde ich aber die Qualität meiner Arbeit nicht herunterschrauben, meine PatientInnen nicht vermehrt weiterweisen, mein PatientInnenkollektiv nicht der Statisktik anpassen und auch meine komplizierten PatientInnen, welche eine aufwändige Therapie benötigen, nicht aus meiner Praxis verweisen. Ich bitte um Stellungnahme Ihrerseits. Mit freundlichen Grüssen Kopie: Ärztegesellschaft des Kantons Bern Lieber Cyrill Mit Bild in der Medical Tribune, mit Bild im Tagesanzeiger. Nach sicher 20 Jahren eine überraschende Begegnung mit Dir, besonders da Du, jedenfalls auf dem Bild, noch genauso jung und tatkräftig wirkst, wie damals in Basel. C. Lenggenhager in der SÄZ (2003, 84, Nr. 14, 635-640 lieber kollege gruss schönbucher, luzern sehr geehrter herr kollege ich danke ihnen für den mut, sich zu wehren. ich selber arbeite ähnlich und verrechne einen teil der leistungen nicht, damit ich die magische 120 oder 130% marke nicht überschreite. aber langfristig geht das nicht auf. herzliche grüsse und ich denke, sie werden in ihrer auseinandersetzung recht bekommen. reto rechsteiner Lieber Kollege Cyrill Jeger Mit Entrüstung haben wir der Presse (Medical Journal, WoZ) entnommen, dass die Krankenkassen eine Rückzahlungsforderung von gegen 300'000.- an Dich richten. Wir möchten Dir unsere Solidarität aussprechen sowie unsere Bereitschaft, in dieser immer zentraler werdenden Frage als Verein aktiv zu werden. Wenn die politischen Dinge den vom bürgerlichen Lager vorgezeichneten Weg nehmen, werden die Krankenkassen immer mehr Macht bekommen und nicht zögern, diese in Sinne von Rentabilität und Rationierung einzusetzen. AerztInnen wie Du, die es nicht scheuen, auch sozial Benachteiligten eine anständige medizinische Versorgung zu bieten, werden immer mehr unter die Räder kommen. Mit herzlichen solidarischen Grüssen namens der Vereinigung unabhängiger AerztInnen (VUA¨) Christian Jordi Sehr geehrter Herr Jeger Ich möchte mich kurz vorstellen: Dr.med. J. Fröhlich Ich befinde mich in einer nahezu identischen Lage wie Sie. Auch meine statistischen Daten zeigen ein unterdurchschnittliches persönliches Einkommen bei zu hohen Kosten für rezeptierte Medikamente. Die Santésuisse hat sich nun für Mitte Januar zu einem ãvorerst" informativen Gespräch angemeldet. Juristische Schritte wolle Sie erst anhand meines Verhaltens anlässlich des Gespräches prüfen!!! Ich werde also bewusst kriminalisiert und zum Ganoven gestempelt und zwischen mich und den Patienten wird ein Keil des Misstrauens getrieben. Ich finde ein solches Verhalten, das Rückforderungen für rezeptierte und somit nicht selber kassierte Medikamente erhebt, gelinde gesagt ein Skandal. Der Monopolist im Gesundheitsbereich (Kontrahierung, Vergabe der Abrechnungsnummer, Taxpunktbestimmung, etc.) ist also offenbar in der Lage jeden x-beliebigen Grundversorger zu vernichten ohne darüber gegenüber einem Kontrollgremium Rechenschaft ablegen zu müssen. Eine solche Machtfülle darf es in einem föderalen Staat wie die Schweiz einer ist, einfach nicht geben. Ich kenne leider die rechtliche Lage nicht, kann mir aber nicht vorstellen, dass es ein solches Verhalten der Santésuisse auch nur annähernd der Legalität entspricht. Ich möchte mich deshalb vor dem Gang aufs ãSantésuisse-Schafott" bei betroffenen Aerzten informieren. Meine Frage ist auch die, ob nicht ein gesamtschweizerisches hearing zu diesem Thema Not tut. Ohne aktive Gegenwehr unsererseits werden wir einzeln von den Krankenkassen erlegt und seziert. Diskussionen mit Patienten haben mich in einem solchen Verhalten bestärkt. Ich wäre bereit aktiv an einem entsprechenden Projekt mitzuarbeiten. Herzlichen Dank für Ihr Engagement Bleiben Sie standhaft J. Fröhlich Cyrill |
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